Wie ich im Eintrag über das „Royal McGregor" schon erwähnte, trafen wir auf dieser Reise erstmals auf den heißen Edward. Ein köstlicher und herzerwärmender Begleiter, der uns nie im Stich ließ, wenn wir in einen der diversen Pubs in Scotts „own romantic town" einkehrten.
Im Gegensatz zu den Angestellten der Pubs - die hatten nämlich, jeder auf seine Weise, ihre Einkaufsliste nur nachlässig gepflegt. So war zwar in jedem Pub das „Hot" vertreten, doch einmal trafen wir auf „Teddy", dann gab es „Tddy" und „Todd" war natürlich auch vertreten.

Aber von vorn.


Unsere erste Begegnung mit Toddy hatten wir im „Royal McGregors", wo wir uns am wirklichen, am echten „Hot Toddy" erfreuen durften. Er gewann uns durch die warme, aber nicht zu heiße Temperatur, seine whiskygoldene Farbe, milde Honigsüße und eine erfrischende Zitronenscheibe, die von fünf Gewürznelken geziert im Glas schwamm. Fünf Nelken - genau richtig. Die Zahl gibt Toddy genau die richtige Würze, weder sind sie zu aufdringlich noch zu zurückhaltend.

Begeistert von dieser Begegnung, hielten wir in allen weiteren Pubs Ausschau nach unserem new best friend.
So auch im „Jolly Judge", wo wir ihn unverändert antrafen. Was tat es gut, sich nach dem schneidend kalten Wind und Regenschauern auf der Royal Mile in den Keller des Richters zu setzen und die Zeit mit Toddy zu genießen!

Doch - my goodness! - unser nächstes Zusammentreffen erschreckte uns sehr. Der arme Toddy, obwohl nur ein paar hundert Yards und einen Tag von unserem letzten Zusammentreffen entfernt, wurde in der „Tolbooth Tavern" des Honigs und ein anderes Mal sogar zusätzlich der Nelken beraubt. So blieb nur noch „Tddy" übrig. Beim ersten Besuch wollten sie uns anstelle unseres honigmilden „Toddys" einen zuckersüßen „Teddy" andrehen. Nun ja, unser alter Freund wäre uns lieber gewesen, da half auch der besänftigende Schuß Whisky extra nicht. Doch was blieb uns übrig...

In der georgianischen „New Town" begegneten wir Edward auch zwei Mal. Aber wir bemerkten gleich, daß Toddy in einer Brauerei einfach nicht heimisch ist. Dort trafen wir ihn wieder zuckersüß an und zwei Nelken hatte er unterwegs auch verloren. Die Zitrone - well, die kam hier aus der Flasche...

Ein letztes Zusammentreffen mit good old Toddy gab es im „Bad Ass", wo wir nach der Wanderung von unserem Vorstadt-B&B in die Innenstadt Wärme suchend einkehrten. Um die Mittagszeit nahm man dort unser Gesuch mit folgenden Worten auf: „Oh my goodness, you really must be cold, are'nt you?!" Auch hier trafen wir nur „Teddy" an, der honey sei gerade ausgegangen, der käme erst am Nachmittag wieder rein. Immerhin...


Zurück in der Heimat überfiel uns rasch die Sehnsucht nach dem lieb gewonnenen Gefährten, so daß wir uns auf die Suche nach „T", nach „o" , nach „d" und „d" und zu guter Letzt auch dem „y" begaben. Schon bald blickten wir auf ein erfolgreiches Wiedersehen und genossen noch so manchen Abend mit unserem lieben, guten, echten Hot Toddy.

The Royal McGregor

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Schon bei unserem ersten Besuch in „Auld Reekie" suchten wir, ganz erschlagen von den Eindrücken der Stadt, einen Ort zum Einkehren, Stärken, Kräfte-Tanken. So hielten wir auf der Royal Mile Ausschau nach einem gemütlichen Pub und liefen fast an der

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unscheinbaren braunen Fassade des „Royal McGregor" vorbei, entdeckten aber im letzten Moment noch den außen angebrachten Glaskasten mit kleiner Übersichtskarte darin. Preislich damals wie auch bei der diesjährigen Reise für britische Verhältnisse nur leicht überteuert entschieden wir uns für einen Zwischenstopp.
2007 wurden wir noch an der Tür empfangen, ein Tisch wurde zugewiesen und überraschenderweise auch direkt an diesem bedient. -- Seltsam, sind wir nicht im Pub? Gut, in diesem Jahr waren wir schon darauf vorbereitet, aber das Personal scheint etwas verwirrt über den Umgang mit kontinental-europäischen Gästen. Zum Teil wurden wir wie oben beschrieben bedient, bei anderen Mitarbeitern orderten wir am Tresen, wie es auf den Inseln doch üblich ist. Beides in Ordnung, man muß nur darauf achten, was gerade aktuell ist ;-)

Das Ambiente im „The Royal McGregor" ist in warmen Beige- und Brauntönen gehalten, wie auch schon die Außenfassade. Der große Tresen lässt es gemütlich wirken, typisch Pub hängt ein - stumm geschalteter - Fernseher über diesem, so daß der interessierte Gast optisch den aktuellen Sportereignissen folgen kann. Im Eingangsbereich befinden sich mehrere schlichte Tische für vier Personen, aber auch drei kleine, bequeme

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Sitzgruppen mit Sessel bzw. Lederbank. Am hinteren Ende des Tresens geht es nun ein paar Stufen auf eine Empore, die, durch ein hölzernes Geländer abgetrennt, nochmal etwas vom Hauptraum und dem meist recht überschaubaren Betrieb abschirmt. Dort hat man die Möglichkeit, sich auf der gleichen roten Lederbank niederzulassen, wie man sie auch im Eingangsbereich schon gesehen hat, die aber hier die gesamte Rückwand über vier Tische hinweg einnimmt. Und von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über das gesamte Geschehen im Pub.


Im „Royal McGregor" kann man neben typischem „pub food", wie fish and chips, burger, garlic bread (...) auch Speisen wie Schweinemedaillons, Steaks, Lachs und auch klassisch schottische Gerichte finden. So zum Beispiel „Haggis, Neeps and Tatties" und „Steak & Ale Pie". Auf der Homepage des Pubs findet der geneigte Leser eine Übersicht über das gesamte Angebot.

Was uns den Pub so sehr im Gedächtnis behalten ließ, waren die Burger, die hier serviert werden. Gut, Burger mögen sich nicht besonders anhören, doch worüber wir hier stolperten, waren
„Blue Cheese Burger". Für burgererfahrene Konsumenten mag das vielleicht nichts Spezielles sein, für mich war es das erste Mal, daß ich auf diese Variante stieß. Und noch dazu auf eine sehr leckere Variante. Der Blauschimmelkäse, der hier verwendet wird, ergänzt den saftig-vollen Geschmack mit einer ganz eigenen würzig-salzigen Note, die sich uns sehr eingeprägt hat. So mussten wir dem Royal McGregor natürlich unbedingt wieder einen Besuch abstatten.

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Dieses Mal war der Urlaub später im Jahr, Ende September, ziemlich stürmisch, nass-kalt und einfach ein Hundewetter, um den ganzen Tag draußen zu sein. So gingen wir eilig in den Pub, genossen die warme Atmosphäre und die warmen Temperaturen. Durchgefroren wie wir waren, studierten wir die Karte auf der Suche nach etwas Wärmendem. Da ich keinerlei kaffeehaltige Getränke mag, fiel schon vieles weg. Dann stand bei den Tees noch etwas von „Hot Toddy", einem Heißgetränk mit „Whisky, Honey, Lemon and Cloves". Also: bestellen? Nicht bestellen? Nun gut, wir probieren es einfach - und das war eine der besten Ideen in diesem Urlaub, denn der Hot Toddy wurde uns ein treuer Begleiter durch die sechs Tage in Edinburgh. Doch dazu später mehr, denn Toddy ist uns ein so guter Freund geworden, daß wir ihm einen eigenen Eintrag widmen werden...

Was ich auch noch erwähnen möchte, ist Crannachan, ein traditionelles Dessert aus Schottland, natürlich mit Whisky. Weitere Zutaten sind Waldbeeren und Schlagsahne, wobei diese glücklicherweise überwiegen. Das Ganze ergibt dann eine Art gut gekühlte „Sahnecrème" mit Beeren, die dezent nach Whisky schmeckt. Nachdem wir sie einmal abends probierten, gab sie mir den Grund zu einem Abschiedsbesuch vor der Rückreise , da ich sie gerne noch ein zweites Mal essen wollte. Und natürlich einen letzten Hot Toddy trinken wollte. Für dieses Mal.



Edinburgh ist einzigartig. Dieses Attribut teilt sich die Stadt natürlich auch mit anderen Orten, jedoch nicht in dieser Form. Der beste Weg, sich schnell deutlich zu machen, wo man ist, besteht in der Anreise mit dem Zug: Man tritt aus der Waverly Station -- der Bahnhof ist unterirdisch angelegt --, kommt ans Tageslicht und wird sofort von Dudelsackmusik empfangen: Willkommen in Schottland; willkommen in Edinburgh.

Zuerst führt der Weg natürlich in die eigene Unterkunft. Mag deren Fassade noch so unscheinbar sein -- auf ein schmuckes Schild verzichet natürlich niemand freiwillig --, so ist das Eintreten gleichermaßen eine Zeitreise: Vieles, von Teppich, Tapete, Decke und Treppengeländer bis zu Stuhl, Schreibtisch und, nicht zu vergessen, dem Bett warten mit einem Stil auf, den man sofort mit der Viktorianischen Epoche assoziiert. War die Musik noch der Anfang, so machen diese Eindrücke die Atmosphäre komplett. Man möchte direkt einen der reich verzierten Stühle an den Schreibtisch ziehen, den Blick aus dem Fenster schweifen lassen, Papier auspacken und zu schreiben beginnen... -- Doch halt!, es ist gar kein Papier vorhanden, und der passende Füllfederhalter fehlt auch. Aber wußten Sie, daß es in Edinburgh und Schottland im Allgemeinen ein Gesetz gibt, das vorschreibt, die traditionellen Fenster zu erhalten, zumindest dann, wenn man sie von außen sehen kann?

small-DSC_0221.JPGNach der kurzen Ruhephase will natürlich die Stadt gesehen werden. Die Lothian-Busse bringen einen schnell von A nach B, und dank der hohen Dichte an Bussen muß man in Edinburgh auch niemals lange auf den nächsten warten. In den Hauptverkehrsadern fahren dann auch tagsüber vier Busse hintereinander: Natürlich nicht für dieselbe Linie, aber nichtsdestotrotz herrscht viel Verkehr in der Stadt. Kein Wunder, daß auch hier die Straßenbahn ihre Renaissance erlebt.

Auf dem Weg durch die beiden alten Stadtteile -- Old und New Town -- zeigt Edinburgh genügend alte Fassade, um erahnen zu lassen, wie viele Generationen hier schon gelebt haben. Denn wenn es Auld Reekie an einem nicht mangelt, dann an Geschichte. Das beginnt ganz offensichtlich bei Edinburgh Castle, wo die Audio-Tour unbedingt anzuraten ist, aber weitaus intensiver ist das Erlebnis in einem der für die Öffentlichkeit zugänglichen, restaurierten Häusern. Sei es in einem der Lands aus dem 15., 16. Jahrhundert direkt an der Royal Mile oder aber eines der aus dem 18. Jahrhundert stammenden Häusern der Vornehmen im New Town: Statt einer lieblosen Tour darf man das sorgfältig mit Möbeln der Zeit hergerichtete Gebäude nach Herzenlust selbst besichtigen und sich sicher sein, daß eine der in jedem Zimmer vorhandenen Ansprechpersonen über genügend fundiertes Fachwissen verfügt, um einen verregneten Tag wie im Fluge vergehen zu lassen.

small-DSC_0346.JPGUnd wo beschließt sich ein Tag nicht besser als im Pub? Lokales Bier und, besser noch, Schottischer Whisky verwöhnen den Gaumen, während man ganz nebenbei noch erfährt, daß auch des Abends nach Einbruch der Dunkelheit Touren durch die Stadt führen, und die besten davon erzählen nicht vom Spuk wie dem «South Bridge Poltergeist», sondern von Edinburghs Helden: Robert Burns, Sir Walter Scott, Robert Louis Stevenson oder gar Sir Arthur Conan Doyle. Kein Wunder, daß sie alle Schottlands Capitale so inspirierend fanden. Wenn das Wetter richtig steht und der Wind die Dämpfe der lokalen Brauerei in dichten Schwaden durch die Stadt treibt, dann kann man erahnen, warum die Stadt den Beinamen «Alte Verräucherte» -- Auld Reekie hat. Und egal wie oft man meint, eine Straße schon entlang gegangen zu sein, ein paar Tage später, wenn das Licht richtig steht, findet man ein unentdecktes Wynd (eine Close, also eine enge Gasse zwischen den hohen Häusern) -- und an deren Ende vielleicht einen Pub oder gar ein weiteres Museum.

small-DSC_0032.JPGWer jetzt von der Fülle an Sinneseindrücken Ruhe braucht, sucht sich am besten einen der verwinkelten Wege, die durch die Stadt führen, unberührt vom Verkehr an einem Bach entlang. Oder er begibt sich auf den Arthurs Seat, packt dort den wahrscheinlich längst erstandenen Federhalter und Papier aus und beginnt, vielleicht zum ersten Mal, mit einem Reisetagebuch. In Edinburgh kein Wunder: It's Scotland's inpiring capital!

Why, it was Sir Arthur's Birthday!

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sDSC_0318.jpegBesser spät als nie: Sir Arthur Guinness wurde 250 Jahre alt, und wir waren in unserem neuen Lieblingspub in Ludwigsburg dabei. 250 Jahre Guinness -- das mußte einfach gefeiert werden!

Der Feiertag begann indes nicht erst gegen Abend, sondern schon am frühen Nachmittag. Der Pubbesitzer hatte uns geraten, möglichst früh zu kommen, um sicherzustellen, daß man auch Sitzplätze im Inneren hat. Schließlich war Arthurs Geburtstag nicht nur ein internationales Ereignis, sondern schon im Vorfeld stark beworben. Und davon abgesehen sollte es Live-Musik geben. Wie sich schnell herausstellte, war der Rat angemessen: Genügend Leute hatten im Pub angerufen, um einen Sitzplatz zu reservieren! Tja, vielleicht kann mich da jemand aufklären, aber ich glaube, daß man wohl im Restaurant, mitnichten aber in einer Bar Tische vom Personal freihalten lassen kann. Aber nun gut, jeder kann das handhaben, wie er es für richtig erachtet, und im Towers Pub fand man Reservierungen angemessen.

Wie kann man nun eine lange Geburtstagsfeier beschreiben, bei der man auf das Wohl eines längst verstorbenen Mannes anstößt, dessen unglaublich wohlschmeckende Erfindung man nur ehren kann? Es reicht definitiv nicht, das Interieur des Lokals zu beschreiben; das haben wir außerdem schon getan. Unnötig auch zu erwähnen, daß die ausgelassen feiernde Menge -- wir mit eingeschlossen -- keine Gelegenheit ausließ, um die Pint-Gläser zum Toast auf den Braumeister zu heben. Daß der Pint für eine Zeit nur die Hälfte kostete, ließ auch den Geldbeutel erleichtert mitfeiern. Ich schätze, ich hatte einfach noch nie so sehr viel Spaß auf dem Geburtstag eines toten Mannes. Und ich werde wohl niemals das intakte Guinness-Glas, das rein hypothetisch vom Tisch fiel, vergessen. (Liebe Leser, entschuldigt an dieser Stelle den Insider-Witz!)

Die Musik steuerte eine Band namens «Logical Mind» bei -- und ich fürchte, hier hat sich das Towers-Team das einzige mal vergriffen. Die Gruppe kann wahrscheinlich nichts für die schlechte Tradition, die Lautsprecher derart aufzudrehen, daß man auch noch draußen vor dem Pub gut hört, was sie spielen. Ich würde mich nur ganz gern auch ohne schreien zu müssen noch verständigen können. Aber wofür sie definitiv was können, das ist die geringe Menge an irischer Musik. An Arts Geburtstag hatte ich mich auf einen starken irischen Einschlag gefreut, aber stattdessen mußten wir auch "Country Roads" und "Hotel California" über uns "ergehen" lassen. Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen diese Lieder. Aber in einem Irish Pub an Arthur Guinness' Geburtstag sind sie einfach ein wenig... deplaziert. Salopp gesagt: Die Menge sollte vielleicht besser «There's whisky in the jar!» denn «Knock-knock-knockin' on heaven's door» gröhlen.

Trotzdem war es eine gelungene Feier: Wie sonst soll man auch einen ordentlichen Pub-Besuch zu Ehren von Arthur Guinness auch nennen? Das Towers Pub ist so oder so einen Besuch wert -- und um das zu bekräftigen, kann dieser Eintrag mit Ambiente-Bildern aufwarten.

Slaínte!

Über die "Un-Chillfiltered Collection" von Whiskys von Signatory, einem der größten, schottischen, unabhängigen Whisky-Abfüller (über diese drei Adjektive sind sie natürlich besonders stolz!) bin ich zum ersten Mal in Schottland selbst, genauer vor Ort in der Edradour Distillery -- die übrigens Signatory gehört -- gestolpert. Alle Produkte dieser Reihe sind nicht kältegefiltert, ganz im Gegensatz zu den meisten anderen Whiskys, die man mit «normalem» Etikett im Handel erstehen kann. A props Etikett: Signatory informiert auf der Flasche den Käufer stolz über die genaue Herkunft des Getränks. Mein Whisky wurde beispielsweise am 1.12.1997 destilliert, am 19.08.2009 abgefüllt, ist in einem Weinfass gereift und präsentiert sich mir in Flasche Nummer 292 von insgesamt 1127.

Bei der Kältefilterung von Whisky handelt es sich um eine Unart, die vor allem Amerikanern, die ja jedes Getränk durch die Zugabe von Eiswürfeln versch... bessern müssen, erlaubt, ihren Whisky zu genießen, ohne, daß dieser trüb wird. Durch Verdünnung von Whisky auf eine Trinkstärke von 40% bis 43% trübt sich die Flüssigkeit ein. Das verschlechtert keineswegs den Geschmack, ist aber unschön anzusehen. Während durch die Kältefilterung einige Schwebestoffe ausgesondert werden, geht auch einiges des Geschmacks verloren. Bisweilen so viel, daß man Schwierigkeiten bekommt, einzelne Sorten voneinander zu unterscheiden.

Eine sehr gute Art, den Geschmack eines Whiskys zu erfassen, besteht also definitiv darin, ihn unfiltriert zu erstehen. Und da tut sich Signatory hervor; so ziemliche jede Destille ist zumindest mit einer Sorte vertreten. Bei meinem letzten Besuch in Schottland (ja, weitere Einträge dazu folgen!) hatte ich das Glück, einen Bunnahabhain zu erstehen, der immerhin schon elf Jahre im Faß gereift ist. Und dazu noch ungefärbt ist! Eine gute Gelegenheit also, ein besonderes Getränk hier zu erwähnen.

Der Bunnahabhain besticht im Glas zuerst einmal durch seinen schönen, klaren, hellgelben Farbton. Aus dem Glas steigen mannigfaltige Aromen auf: So meint man, das Eichenfaß selbst noch riechen zu können; aber vor allem dominiert die kräftige Torfnote des Whisky. Er liegt schwer und Aromaintensiv auf der Zunge, daß das Schlucken und der Nachgeschmack eine reine Freude werden. Die Torfnote klingt im Abgang sehr schön aus und entfaltet sich in mehrere Geschmacksnuancen. Vor allem eine leicht salzige -- bei weitem schwächer als beim zehnjährigen Laphroaig -- lässt sich genüsslich erschmecken. Als «weich» kann man einen zehn Jahre alten Islay-Whisky auf jeden Fall nicht bezeichnen. Doch die raue Schwere, die mit einer machtvollen Geschmacksentfaltung den Gaumen erfreut, lässt mit ihrer ausgewogenen Aromavielfalt kein Zweifel an der hohen Qualität dieses Whiskys. Man genießt den Bunnahabhain am besten mit einem Tropfen Wasser im Glas, damit die Geschmacksnoten besser zur Geltung kommen.

Das »Café ¡Aquí!« in Worms

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Ich sehe mich hier vor der schwierigen Aufgabe, das ¡Aquí!, den Mythos, an dem sich alle (guten) Cafés messen lassen müssen, zu rezensieren. Und das Schwierige an dieser Aufgabe ist vor Allem, den Reiz, den das Etablissement auf den Besucher ausübt, in Worte zu fassen.

Mein erster Kontakt mit dem ¡Aquí! liegt jetzt schon Jahre zurück. Sehr empfohlen von Bekannten betrat ich zum ersten Mal an einem Sommerabend das Café, natürlich mit ob des Lobs hohen Erwartungen. Und diese erste, visuelle Kontaktaufnahme war mir Elsaßreisendem eher eine hochgezogene Augenbraue denn innerliche Begeisterung wert. »Wie, das ists schon?« Tatsächlich verströmt die Inneneinrichtung des Cafés einen Charme der besonderen Art. Bestes Sinnbild ist wahrscheinlich die Miller-Uhr an der Wand neben der Theke, deren Zeiger sich seit Jahren um keinen Millimeter bewegt haben, deren Ziffernblatt aber noch immer jeden Abend beleuchtet ist und die dort an der Wand friedlich vor sich hinstaubt. Ganz ähnliches gilt für eine Holzsäule direkt an der Bartheke, deren eigentlichen Zweck als Brunnen ich auch erst nach Monaten verstand, als sie zum ersten Mal wieder in Gang gesetzt war.

Das »Aquí« als »ungepflegt« zu bezeichnen, wäre ihm -- und dem Eigentümer -- aber Unrecht getan. Boden wie Tische werden regelmäßig geputzt, hinter der Bar ist alles blitzblank, und ich kann mich nicht erinnern, auch nur einmal dreckiges Geschirr oder Besteck bekommen zu haben.

A propos Besteck: Im »Aquí« wird man nicht nur satt, es schmeckt auch verdammt gut. Ein Blick in die Karte offenbart Brotkuchen (Fladenbrot, das mit Diversem überbacken wird), selbstgemachte Burger und allerlei deftiges. Und natürlich darf dem Thema entsprechend auch spanisches nicht fehlen. Für jeden Hunger von klein bis groß gibt es Tapas: Mozarella-Sticks, Hähnchenflügel, frittierte Pilze und Jalapeños finden sich auf dem Teller, und wer wirklich viel Hunger hat, oder man einfach zu zweit is(s)t, bestellt sich die XXL-Version der Tapasplatte, bei der dann auch gleich spanische Salami, Schinken, Manchego-Käse, Brot und Butter auf einem Extra-Teller mit dabei sind. Ganz ähnlich sieht dann auch die kalte »spanische Platte« aus. Wer bis zum frühen Nachmittag im Aquí erscheint, wählt stattdessen unter dem reichen Frühstücksangebot, das von -- natürlich -- spanisch über französisch mit Croissant, Camembert und Milchkaffee, »typisch deutsch« und Englisch mit Speck und Bohnen bis hin zum amerikanischen mit Blueberry Pancakes und Kaffee bis zum Abwinken reicht. Und zu guter Letzt sei dann auch die Wochenkarte genannt, auf der sich immer wieder eine Besonderheit findet.

Vom Essen gehts zum Trinken, und da seien vor allem zwei Dinge hervorgehoben: Die beeindruckende Whiskykarte und die reiche Auswahl an Cocktails. Laphroaig, 10 Jahre? Kein Problem. Vielleicht auch lieber den 15-jährigen, der ist milder. Natürlich darfs auch gerne ein Lagavulin sein. Nein, kein Islay? Lieber ein Talisker dann? Oh, achso, irisch solls sein, kein Problem: Wäre ein Blackbush recht? Knapp vierzig Whiskys finden sich auf der Karte, wenn auch die Bedienung denselben nicht immer im Regal findet, vielleicht, weil er noch beim Chef ist, der selbst einen guten Tropfen zu schätzen weiß und sich entsprechend auskennt. So lernt man dann auch die eine oder andere neue, unbekannte Perle kennen, wenn man das Glück hat, den Inhaber selbst im Café anzutreffen. A propos Perle: Auch eine besondere Teesorte, den Lapsang Souchong, habe ich erst im Aquí kennengelernt. Ähnlich gehts dann mit den Cocktails weiter, die sich nicht nur durch Geschmack, sondern auch durch äußerst humane Preise von allen übrigen Cafés, die ich bisher besucht habe, abheben.

Gutes Essen, gute Preise, große Auswahl -- das alles macht das Aquí zwar empfehlenswert, aber nicht besonders. Was es wirklich so heraushebt, das ist die besondere Atmosphäre, die herrscht. Man ist weltoffen hier, und das schlägt sich nicht nur in der Speisekarte nieder, sondern auch in der großen Akzeptanz, die man als Gast empfängt. In den Jahren, die ich mehr oder minder regelmäßig dort eingekehrt bin, habe ich es häufiger erlebt, daß das Aquí »hip« und modern bei einer der aktuellen Oberstufen wurde und dann aufgetackelte Blondinen und peinliche Jünglinge die Tische besetzten. Aber das verlor sich, und das Aquí blieb trotzdem dasselbe. Mehr als einmal habe ich mit Erstaunen das »so, wir schließen bald, letzte Runde!« vernommen und festgestellt, daß die Zeit einmal mehr wie im Flug vergangen ist. Und ganz nebenbei ist auch noch das eine oder andere Gespräch mit dem Inhaber, dem Barmann oder einer Bedienung möglich.

Ich hoffe jedenfalls, daß ich noch viele Abende im Café Aquí genießen kann.

Große Teller mit riesigen Portionen, die auch noch gut schmecken? Klingt nach billiger Imbißbude, an der es nur wegen des eigenen Heißhungers und verschwenderischer Verwendung von Natriumglutamat "gut" schmeckt? Aber nein!

Richtig ist, daß die Portionen im "Korfu" wirklich groß sind. Falsch ist die Annahme, sie schmeckten nur mit Heißhunger und Geschmacksverstärker gut. Denn im Korfu bekommt man gute Qualität aus frischer Küche und zu günstigen (nicht billigen!) Preisen.
Wie der Name schon verrät, handelt es sich um ein griechisches Restaurant, in dem man sich gut und gerne ein Vier-Gänge-Schlemmer-Menu zusammen stellen kann.
Zusätzlich bietet es im Frühjahr und Herbst die Möglichkeit zu einem Sonntagsbrunch oder -abendbuffet, was eine gute Gelegenheit ist, um die Küche kennen zu lernen.

Auf der Speisekarte gibt es eine Vielzahl von heimischen und hellenischen, kalten und warmen Vorspeisen. Suppen und Salaten. Im Anschluß kann man sich typisch griechische Spezialitäten schmecken lassen. Und wenn man sich - wie wir - mal wieder nicht entscheiden kann ob der vielen Leckereien, gibt es eine Reihe von Grilltellern mit verschiedenen Fleischkomponenten. Sowohl für eine Person als auch für zwei oder mehr Leute.
Verschiedene Desserts, bestehend aus Eisbechern oder griechischen Nachspeisen, wie Joghurt mit Honig und Nüssen, Galaktobureko oder Halvas runden den Abend im Korfu ab.

Die Bedienung ist sehr freundlich, gelassen und nichts scheint ein Problem darzustellen. Außerdem wissen sie sogar noch, was man beim letzten Besuch bestellt hat. :-)
Die Räumlichkeiten strahlen eine frische Gemütlichkeit aus. Hell und freundlich, mit griechischen Motiven an den Wänden und durch Zimmerpflanzen abgeteilten Tischen kann man sich hier durchaus wohl fühlen.

Das Korfu ist eine Ausgehgelegenheit für jeden Tag, wenn man nichts besonderes, aber einfach leckeres Essen möchte.

Cantina Stuttgart

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... oder die Sache mit dem Zirkelschluß.

Wie lange haben wir in Stuttgart eine Bar gesucht, die einfach nur ein wenig wie das Aquí wäre (über das war später noch berichten), und so ganz anders als das, was man in der Innenstadt sonst so findet: Glas, eng beeinander stehende Tische und Schicki-Micki-Massenabfertigung. Nein, gemütlich soll es sein, zum Wohlfühlen und Verweilen einladen. Nicht zum Gesehen-Werden will ich ins Café, nicht wegen irgendwelcher angesagter Cocktail-Mode, sondern zum Verweilen, und natürlich, um ungestört mit meiner Begleitung bei einem Glas erzählen zu können, ohne das Gefühl zu haben, mitten auf der Bühne zu sitzen.

Was das fast provinziale Aquí so heraushebt, ist genau das Verständnis dieser Tatsache. Und dabei schafft es das Café gleichzeitig, das Gefühl zu vermitteln, an einem anderen Ort zu sein. Und damit sind wir wieder bei der Cantina, denn die bildet tatsächlich eine kleine mexikanische Oase inmitten der ach so kosmopolitischen Stuttgarter Innenstadt, die auf traurige Weise trotzdem ihre schwäbischen Wurzeln nicht verleugnen kann, Glastische hin, schicke Klamotten her.

Den eintretenden Gast empfängt eine atmosphärische Inneneinrichtung. Der große Raum ist durch Nischen, leicht erhöhte Bereiche und hüfthohe Mäuerchen abgetrennt und bleibt damit abwechselungsreich. Wuchtige, schlichte Holzmöbel und die kräftige Wandfarbe im Orangeton schaffen es, das angestrebte Flair glaubhaft zu vermitteln. Auch im Außenbereich hat man das kleine Kunststück geschafft, gemütliche Plätze zu schaffen, die trotz der großen Menge an Sitzgelegenheiten nicht den Eindruck aufkommen lassen, zusammen mit dem Rest die Herde auf dem Präsentierteller abgeben zu müssen. Stattdessen läßt einem die Aufstellung das Gefühl, für sich zu sein -- und das, obwohl sich die Cantina gewissermaßen im Durchgangsbereich zur nächsten U-Bahn-Station befindet. Trotzdem ist nie das Gefühl da, mitten auf der Straße zu sitzen.

Schmerzhaft sind allerdings die Preise, die auf leider gewohnt hohem Landeshauptstadtsniveau sind. Den Cocktail für etwa acht Euro muß man erst einmal verdauen, und das liegt nicht am Alkohol. Schade, denn die Mixtur stimmt. Zum Glück gibt es eine Happy Hour bis 21:00 Uhr, zu der man für schlappe 4,80 EUR Cocktails bestellen kann. So läßt sichs leben!

Die restliche Getränke-, aber vor allem die Speisekarte haben wir leider noch nicht genügend untersuchen können, um eine gute Einschätzung abgeben zu können. Die knappe halbe Stunde hat uns aber überzeugt: Hier kommen wir gerne noch einmal hin.

Blockhouse Stuttgart

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Dieses Steakhouse in der Stuttgarter Eberhardstraße ist eine von zwei Filialen der Kette in der schwäbischen Metropole. Wir waren schon öfters hier zu Gast, doch der gestrige Abend war wohl vorerst der letzte hier. Denn es gibt einfach zu vieles, was wir bis September noch in Stuttgart unternehmen wollen. ;-)

Das Blockhouse ist gut frequentiert, deswegen empfiehlt sich eine Reservierung, wenn man nicht unbedingt zu Stoßzeiten auf den nächsten freien Tisch warten will. So geschehen auch diese Woche, wobei ich am Telefon noch um einen ruhigen Tisch bat. Wurde auch vermerkt, doch der Tisch, zu dem wir geführt wurden, war leider alles andere als ruhig. In diesem Teil des Raumes zwar am Rande gelegen, aber direkt an einem Durchbruch zum nächsten Raumteil. So saßen wir im Prinzip doch "mittendrin", von allen Seiten drangen lautstarke Gespräche zu uns und eine normale Unterhaltung war fast nicht möglich. Dazu trugen besonders die sechs Teenies  bei, die schräg gegenüber lautstark Geburtstag feierten. Und als diese endlich gingen, eine Familie mit zwei herum springenden und kreischenden Kindern, deren Eltern sich nicht wirklich dafür interessierten, ob die Kiddies jetzt am eigenen Tisch oder bei anderen Gästen auf dem Tisch rumpatschten.

Durch den räumlichen Aufbau merkt man, wie "belebt" dieser Ort ist. Man ist ein Gast unter vielen und die Individualität fehlt eher. Es erinnert ein wenig an die typisch amerikanischen Steakhouseketten, obwohl es eine deutsche ist.

Doch abgesehen davon stimmte es wieder. Der Service freundlich und korrekt, das Essen sehr lecker. Diesmal entschieden wir uns für das "Huftsteak" medium (160g) mit Pommes frites, Blockhousebrot und einer kleinen Coleslaw-Beilage sowie das "Sommermärchen" in Form von zwei kleinen Rindermedaillons mit Beilagengemüse, dem klassischen Blockhousebrot und der baked potatoe mit sour cream. Die Wahl fiel nicht leicht ob der vielen leckeren Steaks auf der Speisekarte.
Das Fleisch schön rosa gebraten, sehr saftig und zart, ein Geschmackserlebnis. Durch das Rindercarpaccio mit Parmesan und Rucola, das es zur Vorspeise gab, und unsere Hauptspeisen wurden wir gut gesättigt, wenn auch die Medaillons kleiner ausfielen als erwartet.

Klassischerweise gehören im Blockhouse zu den Steaks, die es hauptsächlich vom Rind, aber auch vom Lamm oder der Pute gibt, eine große baked potatoe mit sour cream und ein etwa 20cm langes Stück Baguette-Weißbrot mit Knoblauchbutter überbacken, das "Blockhousebrot". Besonders das Brot ist empfehlenswert, wir bestellen immer eine Portion extra. :-)
Die Beilagen kann man beliebig tauschen, so gibt es auch Kartoffelgratin, Pfannengemüse, Spinat und verschiedene Saucen zum Dazubestellen. Ach ja, und natürlich die tolle Kräuterbutter, die auf dem heißen Steak zerlaufen einfach umwerfend gut schmeckt.
Auf der Karte stehen auch andere Snacks aus dem "American Bistro", wie Burger und der Barbecue-Teller, vegetarische Gerichte und auch Fisch und Scampi sind zu finden.
Das Fleisch wird auf einem Lavasteingrill gebraten, welcher durch die große Hitze den Saft im Fleisch belässt und dieses sehr würzig und mit rundem Geschmack auf den Teller bringt.

Zu den Speisen werden verschiedene Weine aus Frankreich, Australien, Spanien, Argentinien und Chile angeboten. Der chilenische Rotwein, ein trockener Cabernet-Sauvignon namens "Terra Noble", harmoniert mit seinem erdigen, vollen Geschmack perfekt mit dem saftigen Fleisch.
Wer lieber Weißwein oder Rosé mag, findet diesen aus eher heimischen Gefilden.

Preislich ist das Blockhouse für das gute Angebot vollkommen in Ordnung, von den kleineren Snacks aus dem "American Bistro" für den eher schmalen Geldbeutel bis zu hochwertigen Steaks der etwas gehobeneren Preisklasse ist alles dabei.

Die 1968 von Eugen Block in Hamburg gegründete Kette ist leider nur in wenigen großen Städten anzutreffen, so gibt es in Deutschland zwar 34 Filialen, aber bei der örtlichen Verteilung klaffen (noch?) große Lücken: So existieren zwar gleich zwei in Stuttgart, in Richtung Norden gibt es die nächste aber erst in Frankfurt - wehe, man wohnt irgendwo dazwischen...!

Fazit: Leckeres Essen, aber wer einen ruhigen Abend verbringen will, sollte lieber ein anderes Mal herkommen.


Towers Pub Ludwigsburg

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DSC_0316.jpegDieser urgemütliche Pub liegt gut erreichbar am schönen Marktplatz von Ludwigsburg.
2007 erhielt er den "best new location Award" und wenn auch nicht mehr neu, so ist er doch der lohnenswerteste Ort in der Umgebung, um einen gemütlichen Abend zu verbringen. Wie ich leider erst nach fast drei Jahren in Stuttgart festgestellt habe.

Eingerichtet ist der Pub mit alten, englischen Kirchenmöbeln, die ruhige Nischen schaffen oder auch die Möglichkeit geben, mitten im Geschehen zu sitzen. Die Wände und Decke sind mit typisch irischen Malereien aus Ranken- und Knotenmustern und reichlich Bildern und Accesoires von den Inseln geziert.
Natürlich fehlt auch nicht die entsprechende Musik, Celtic Folk läuft in einer Lautstärke, die Gespräche ungestört zulässt und ein heimeliges Ambiente schafft.

Aber nun zum Wichtigsten in einem Pub: die Getränke! :-)
Natürlich gibt es draughts -  Guinness, Kilkenny, Black'n'Tan - aber auch eine reiche Auswahl an Cider, Whiskey und Whisky. Soft drinks, hot drinks, und für einen Pub eine erstaunlich große und gute Cocktailkarte sind hier zu finden. Und auch die Weinauswahl ist erwähnenswert. Italien, Spanien, Frankreich, für den kleinen und den großen Geldbeutel, hier findet gewiss jeder etwas.
Am besten bringt man auch Hunger mit, denn die Speisekarte lässt einem das Wasser im Munde zusammen laufen. Neben Irish food gibt es Salate, Finger food, Mexikanisches, Wraps, Steaks and Chicken und: die Towers-Burger! Hier hat man die Wahl zwischen 180g oder 340g Fleisch, das als einfacher Hamburger, als Cheeseburger oder als Towersburger daher kommt. Der Towersburger besticht mit Salat, Gurke, Zwiebel, Tomate, Champignons, Käse und gebratenem Speck  - einfach lecker! Dazu gibt es frische "chips", ein kleiner Berg riesiger Pommes frites.
Wer danach noch nicht satt ist, kann sich einem Geschmackserlebnis der Dessertkarte hingeben. Hier ist unbedingt der Apfel-Zimt-Muffin (zum Dahinschmelzen!) mit Vanilleeis und Sahne sowie frischen Früchten, z.B. Beeren und Melone zu empfehlen.

Erschwingliche Preise und der Service hier sind ein weitere Grund, weshalb wir gewiss noch manche Gelegenheit in den wenigen verbleibenden Wochen nutzen werden, um dem Towers einen Besuch abzustatten. Landet zum Beispiel die nervige Fliege dummerweise genau im Jamesons, bekommt man ohne Fragen aber mit reichlich Entschuldigungen einen neuen Whiskey.


Fazit: Wen es nach LuBu verschlägt, unbedingt hingehen. :-)

Sláinte!